10 Milliarden – Wie werden wir alle satt?

Dokumentarfilm | Deutschland | 2015 | 45 min | Regie: Valentin Thurn | Deutsch | Empfohlen ab 14 Jahren              

Bis 2050 wird die Weltbevölkerung voraussichtlich auf zehn Milliarden angewachsen sein. Doch bereits jetzt leidet jeder neunte Mensch unter Hunger. Wie können wir es also schaffen, alle Menschen mit ausreichend Nahrung zur versorgen? Der Film wirft einen Blick sowohl auf die industrielle Landwirtschaft mit Massenproduktion als auch auf die traditionelle und biologische Landwirtschaft, wo auf einen schonenden Umgang mit Ressourcen geachtet wird. Welche innovativen Lösungsansätze gibt es? Und wie kann jede*r Einzelne einen Beitrag leisten?

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Al Norte

Dokumentarfilm | Mexiko/Schweiz | 2008 | 74 min | Regie: Stephanie Rauer und Rinaldo Pancera | Spanisch mit deutschen Untertiteln | Empfohlen ab 16 Jahren    

Auf der Suche nach einem besseren Leben riskieren jährlich mehr als eine Million Lateinamerikaner ihr Leben, bei dem Versuch in die USA zu gelangen. Der Film lässt uns an ihrem Leben und ihren Träumen teilhaben, die oft so leicht zerplatzen wie eine Seifenblase und dennoch im Stande sind, tausende von Menschen auf diese gefährliche Reise zu schicken.

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(in spanischer Sprache, der Film hat deutsche Untertitel)

Infos zum Film

  • Artikel über die illegale Einreise aus Zentralamerika in die USA per Güterzug
  • Bildstrecke über die Migration per Güterzug
  • Video (1:17 min) über die Gefahren bei der Fahrt
  • Artikel von Spiegel Online über eine selbst ernannte Grenzpatrouille und die Arbeit der Polizei an der US-Grenze zu Mexiko
  • Erklärung des Freihandelsabkommens NAFTA

 

Call Me Kuchu

Dokumentarfilm | USA/Uganda | 2012 | 87 min | Regie: Malika Zouhali-Worrall, Katherine Fairfax Wright | Original mit deutschen Untertiteln | Empfohlen ab 14 Jahren    

Die Dokumentation begleitet den langjährigen und mutigen Kampf sexueller Minderheiten in Uganda. In Uganda müssen Menschen nach wie vor aufgrund ihrer sexuellen Orientierung um ihr Leben fürchten. David Kato und eine Gruppe von Aktivist*innen stellen sich gegen die Regierung, die Presse und ziehen sogar bis vor die Vereinten Nationen, um sich für ihre Freiheit einzusetzen. Dabei geht es vor allem um ein Gesetz, das die Todesstrafe für HIV-positive homosexuelle Männer, sowie die Haftstrafe für Menschen vorsieht, die Kenntnis von Homosexuellen haben und diese nicht bei der Polizei melden.
Die Dokumentation zeigt den unerschütterlichen Willen der ‚Kuchus‘ für ihr Leben und für Toleranz zu kämpfen.

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Infos zum Film

  • Themenseite zum Film der Bundeszentrale für politische Bildung
  • Artikel der Süddeutschen Zeitung zum Film
  • Geflüchtete Menschen berichten von der momentanen Lage sexueller Minderheiten in Uganda
  • Gay Travel Index 2018 – Wo ist Homosexualität noch immer strafbar?
  • Artikel zur Einstellung von Ugandas Präsidenten Museveni zum Thema Homosexualität
  • Artikel zum Kampf gegen homophobe Propaganda im Netz in Uganda und anderen afrikanischen Ländern
  • Kurze Doku (12:06 min) über den gefährlichen Alltag homosexueller Menschen in Uganda

 

Cartonera

Dokumentarfilm | Deutschland/Argentinien | 2011 | 35 min | Regie: Maria Goinda | Spanisch mit deutschen Untertiteln | Empfohlen ab 13 Jahren        

Marlén ist acht Jahre alt. Tag für Tag fährt sie mit ihrem Bruder Roberto, ihrer Schwester Tamara und deren Freund Polaco vom Slum mit dem kaputten Cartonero-Zug in das Zentrum von Buenos Aires um Papier, Pappe und Plastikflaschen aus dem Müll zu sammeln. Die schwer verdienten Pesos aus dem Verkauf des Recyclingmaterials sichern ihr Überleben.
Nah am Kind wird der harte Alltag der Cartoneros unkommentiert und unverstellt eingefangen – zum Teil von den Kindern per Handkamera selbst gefilmt.

Infos zum Film

  • Interview mit der Filmemacherin Maria Goinda über die Entstehung des Filmes
  • Zahlen und Fakten zu Kinderarbeit in Argentinien
  • Themenseite von Planet Wissen über Kinderarbeit
  • Artikel über die Verlagskooperative Eloísa Cartonera, die ihre Bücher aus Papiermüll herstellt, den sie Cartoneros abkaufen

China Blue

Dokumentarfilm | USA | 2005 | 88 min | Regie: Micha X. Peled | Kantonesisch/Englisch mit deutschen Untertiteln | Empfohlen ab 13 Jahren                               

Die Schaufenster und Regale der Modeketten sind gefüllt mit Hosen, Oberteilen, Pullovern und anderen Kleidungsstücken. Doch wo kommen sie her? Dieser Frage geht der Regisseur von „China Blue“ auf den Grund. In einer chinesischen Fabrik trifft er auf Mädchen und Jungen, die fernab von ihrer Heimat für zwei Euro am Tag Jeans produzieren. Bis in die Nacht hinein sitzen sie an Nähmaschinen oder trennen letzte Fäden von fertigen Hosen ab. Der Film zeigt die Schattenseiten des kapitalistischen Lebensstils und des Überflusses am Beispiel der Volksrepublik China.

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Infos zum Film

  • Artikel über den Film
  • Filmkritik von Filmstarts
  • Infoblatt über die Kleiderproduktion in China von der Kampagne für Saubere Kleidung
  • Videoserie (norwegisch mit englischen UT) und Artikel (deutsch): Was passiert, wenn man Modeblogger*innen nach Kambodscha schickt, um dort in einer Textilfabrik zu arbeiten (5 Folgen à 10 min)
  • Siegerspot des Sukuma Awards Dresden 2013 in der Kategorie Schulkino „Wenn Kleidung reden könnte…“ setzt sich mit den Arbeitsbedingungen bei der Kleiderproduktion und fairem Handel auseinander. Der Sukuma Award vom Sukuma arts e. V. ist ein Filmpreis, bei dem jeder Ideen für Werbespots rund um das Thema globale Nachhaltigkeit einreichen kann. Die Sieger werden für Kino und Medien umgesetzt. Weitere Infos findest Du hier.
  • Infoflyer von der Kampagne für Saubere Kleidung über Kleiderproduktion mit Hinweisen für fairen Kleiderkauf

 

Das Mädchen Wadjda

Spielfilm | Saudi-Arabien/Deutschland | 2012 | 97 min | Regie: Haifaa Al Mansour | Deutsch | Empfohlen ab 12 Jahren            

Der erste in Saudi-Arabien entstandene Spielfilm überhaupt erzählt die Geschichte des zehnjährigen Mädchens Wadjda, das in einer Vorstadt von Riad aufwächst. Wadjda träumt von ihrem eigenen Fahrrad, um damit Wettrennen mit dem Nachbarsjungen fahren zu können. Dabei stellen sich ihr jedoch einige Probleme in den Weg: Zum einen fehlt ihr das Geld und zum anderen ist es Mädchen eigentlich nicht erlaubt, in der Öffentlichkeit Rad zu fahren. Für Wadjda sind diese Schwierigkeiten jedoch kein Grund, ihren Traum zu begraben. Mit verbotenen Geschäften an ihrer Schule verdient sie ein wenig Geld und als ein Koran-Rezitationswettbewerb ansteht, sieht sie ihre Chance gekommen. Mit viel Eifer macht sie sich daran, fromm zu werden, um das Preisgeld einzuheimsen.

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Infos zum Film

  • Artikel aus der Süddeutschen über die Entstehungsgeschichte des Films und die Lage der Frau in Saudi-Arabien
  • Interview aus der Zeit mit der Regisseurin Haifaa Al Mansour
  • Ausführlicher Artikel aus der Zeit über den Film und das Leben in Saudi-Arabien
  • Videointerview (57:33 min) mit Haifaa Al Mansour über Freiheit, Feminismus und die Macht des Films
  • Einführung in die Rechte der Frau im Islam
  • Infoseite von der Bundeszentrale für politische Bildung über die rechtliche Situation der Frau in Saudi-Arabien
  • Artikel über saudische Frauen, die gegen das Fahrverbot aufbegehren
  • Video (1:19 min) von Spiegel Online über das Frauenfahrverbot in Saudi-Arabien
  • Video (7:08 min) über erste Veränderungen bei der Durchsetzung von Frauenrechten in Saudi-Arabien
  • Video (3:10 min) über saudische Frauen, die Fußball spielen, und ihre Schwierigkeiten

 

Everyday Rebellion

Dokumentarfilm | Österreich/Schweiz | 2014 | 118 min | Regie: Arash T. Riahi, Arman T. Riahi | Original mit deutschen Untertiteln | Empfohlen ab 14 Jahren              

Können Proteste überhaupt etwas verändern? Die Macher des Films Everyday Rebellion Arash und Arman T. Riahi sagen: Ja! Und zwar am besten, wenn diese gewaltfrei bleiben. Wie der Name schon sagt, beschäftigt sich Everyday Rebellion mit kleinen und großen Möglichkeiten im Alltag gegen Dinge zu rebellieren, mit denen man nicht einverstanden ist. Wie man kreativ und vor allem gewaltfrei protestieren kann, wird im Film mit Hilfe von verschiedenen Protestbewegungen (Femen, Anonymous, The Yes Man, Occupy Wallstreet, Indignados) gezeigt. Die Message ist klar: Jede*r kann seine Unzufriedenheit in einer ganzen Palette an friedlichen Protestformen in der Öffentlichkeit zeigen.

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Infos zum Film

  • Offizielle Website des Films mit Tipps und Möglichkeiten selbst aktiv zu werden
  • Interview mit den Filmemachern Arash T. und Arman T. Riahi
  • Interview (7:57 min) mit den Riahi Brüdern bei Occupy Wall Street

Hunger

Dokumentarfilm | Deutschland | 2010 | 90 min | Regie: Marcus Vetter und Karin Steinberger | Deutsch | Empfohlen ab 13 Jahren            

Fünf verschiedene Länder – fünf verschiedene Geschichten. Und doch haben alle etwas gemeinsam: Hunger. Er hat vielfältige Ursachen – so weit, so gut. Doch was haben unsere Rosen damit zu tun? Welche Bedeutung hat unser Fleischkonsum für die Kleinbauern in Brasilien? Was können Fischerboote alles transportieren und warum gibt es in Haiti „Schlammkekse“? Diesen und weiteren Fragen geht der eindrucksvolle Film auf die Spur. Dabei wird Eines mehr als deutlich: Nichts ist uns so nah wie der Rest der Welt.

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Infos zum Film

  • Artikel über Ursachen von Hunger
  • Artikel über Verbreitung, Ursachen und Folgen von Hunger von der Welthungerhilfe
  • Infoblatt Was ist „Land-Grabbing“ und was hat das mit Hunger zu tun?
  • Artikel Was hat Soja mit Hunger zu tun?
  • Artikel Was hat Fleischkonsum mit Hunger zu tun?
  • Video (5:28 min) und Hintergrundinformationen: Guerilla-Aktion zu fairem Handel
  • Artikel vom Fluter über die Frage, warum es sich lohnt, auf Fairtrade zu achten
  • Artikel, der sich kritisch mit Fairtrade auseinandersetzt
  • Artikel aus der Zeit über die Austrittsgründe von GEPA beim Fairtrade-Siegel
  • Artikel aus der Zeit, der sich kritisch vor allem mit fair gehandeltem Kaffee auseinandersetzt

Ich lass mich nicht verjagen

Dokumentarfilm | Deutschaland | 2007 | 30 min | Regie: Annekathrin Wetzel und Bastian Wierzioch | Deutsch | Empfohlen ab 12 Jahren          

Drei Jugendliche berichten in dieser Doku, wie sie in Sachsen aufgewachsen sind und sich bereits als Kinder mit alltäglichem Rassismus konfrontiert sahen. Sie lassen uns daran teilhaben, wie sie damit umgehen und was diese Diskriminierung für Spuren in ihren eigenen und den Biografien ihrer Eltern hinterlassen haben. Der Film gibt Einblick in den weit verbreiteten Alltagsrassismus einer Region mit minimalem Anteil an Migrant*innen und doch umso stärker verbreitetem rechtsextremistischem Gedankengut.

Infos zum Film

  • Video (1:50 min) „Rassismus, was ist das?“ von der Bundeszentrale für politische Bildung
  • Video (2:30 min) „Rassismus begegnen“ macht mit Zeichentrickfiguren deutlich, was Rassismus für die Betroffenen bedeutet
  • Videos (2 min) und Artikel, in denen Menschen über ihre Erfahrungen mit Alltagsrassismus berichten
  • Video (9:13 min, englisch) und Artikel (deutsch) über den sogenannten Puppentest: Was passiert, wenn man Kleinkindern verschiedener Hautfarben eine weiße und eine schwarze Puppe zum Spielen anbietet?
  • Video und Artikel Und am Ende siegt: die Musik!
  • Foto-Blog „Auch ich bin Deutschland“
  • Doku ( 1 h 14 min) „Der Rassist in uns“ von ZDFneo: Wie schnell werden wir zu Tätern oder Opfern von Diskriminierung?
  • Handbuch vom Netzwerk Courage: Wie reagiere ich richtig, wenn ich Zeug*in eines rassistisch motivierten Übergriffs werde? (das Handbuch in Papierform kannst Du kostenlos von uns bekommen)

 

 

Neukölln Unlimited

Dokumentarfilm | Deutschland | 2011 | 96 min | Regie: Agostino Imondi und Dietmar Ratsch | Deutsch | Empfohlen ab 14 Jahren            

Hassan, Lial und Maradona sind talentierte Musiker*innen und Tänzer*innen aus dem Libanon, die seit ihrer frühesten Kindheit im Berliner Bezirk Neukölln leben. Mit Hip-Hop und Breakdance sind sie aufgewachsen, das ist ihre Sprache. Doch sie tanzen nicht nur zum Vergnügen. Es gilt, finanzielle Unabhängigkeit für die vor 16 Jahren aus dem Libanon geflohene und seitdem permanent von der Abschiebung bedrohte Familie zu erlangen und so den Aufenthalt in Deutschland zu sichern. Die Coming-of-Age-Geschichte um die drei Geschwister gibt auf sehr persönliche Art den Alltag der drei Jugendlichen wieder und bietet ein Gesellschaftsporträt abseits der üblichen Klischees über Menschen mit Migrationshintergrund und sogenannte Problembezirke.

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Infos zum Film

  • Artikel von Spiegel Online über den Film
  • Interview mit den Regisseuren über die Idee hinter dem Film und über Vorurteile gegenüber Jugendlichen mit Migrationshintergrund
  • Videointerview (4:04 min) mit Hassan, Protagonist des Films
  • Infobroschüre Flucht und Asyl in Sachsen
  • Erklärung relevanter Begriffe wie Duldung und Residenzpflicht
  • Artikel über den libanesischen Bürgerkrieg

Persepolis

Animationsfilm | Frankreich | 2007 | 95 min | Regie: Vincent Paronnaud und Marjane Satrapi | Deutsch | Empfohlen ab 13 Jahren        

Die autobiografische Comic-Verfilmung Persepolis erzählt die Geschichte der jungen Iranerin Marjane und wirft zugleich eine humorvolle und sehr kritische Betrachtung auf die jüngste Geschichte Persiens. Marjane ist acht Jahre alt, als der Schah aus dem Iran vertrieben wird und die Mullahs die Macht an sich reißen. Fortschritt und Freiheit bleiben auf der Strecke, als im Zuge der Islamischen Revolution Tausende im Gefängnis landen und Frauen gezwungen werden Kopftücher zu tragen. Doch die rebellische Marjane denkt gar nicht daran, sich dem rigiden Regelwerk zu unterwerfen. Viel lieber entdeckt sie Punk, ABBA und Iron Maiden und macht erste Erfahrungen mit Jungs. Sie ahnt nicht, dass ihr spielerischer Protest gefährlich ist – nicht nur für sie selbst, sondern auch für ihre Familie.

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Infos zum Film

  • Artikel über die Regisseurin Marjane Satrapi und ihren Film Persepolis
  • Interview mit der Regisseurin Marjane Satrapi (Englisch)
  • Artikel über die Zensur von Persepolis und ihre Gründe
  • Artikel von Spiegel Online über Ausschreitungen in Tunesien in Folge der Ausstrahlung von Persepolis im Fernsehen
  • Artikel über das politische System Irans seit der Islamischen Revolution mit Übersicht über die aktuelle Machtstruktur
  • Interview mit einem iranischen Musiker und Aktivisten über die aktuelle Situation im Iran (2018)

Romeos

Spielfilm | Deutschland | 2011 | 94 min | Regie: Sabine Bernardi | Deutsch | Empfohlen ab 16 Jahren                

Gerade hat sich der zurückhaltende Lukas in der Provinz als trans* geoutet, als er in die Großstadt zieht, um seinen Zivildienst zu leisten. In Köln angekommen, landet er allerdings nicht, wie geplant, im Zivi-Wohnheim, sondern wird im benachbarten Schwesterntrakt untergebracht. Glücklicherweise wohnt dort auch seine beste Freundin Ine, die bereits fester Bestandteil der schwul-lesbischen Szene Kölns geworden ist. Für Lukas beginnt plötzlich ein neues Leben mit neuen Freunden und neuen Möglichkeiten. Als ihm schließlich der Aufreißer Fabio über den Weg läuft, wird seine Welt komplett auf den Kopf gestellt.

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Infos zum Film

  • Allgemeine Infos zum Film bei Kinofenster und Queer.de
  • Video (1:30 min)  „Transgender erklärt – in 90 Sekunden“
  • Video (7:23 min) „Typische Fragen zu Transgender“ von funk
  • Video (12:57 min) „Jung und Transgender: Die wichtigsten Fragen an Noah“
  • Video (2:37 min) „Homophobie begegnen“ von der Bundeszentrale für politische Bildung
  • Kurze Erklärung zu Transgender
  • Informationsplattform zu geschlechtlicher Vielfalt

 

 

 

Sonita

Dokumentarfilm | Iran/Deutschland/Schweiz | 2015 | 91 min | Regie: Rokhsareh Ghaem Maghami | Original mit deutschen Untertiteln | Empfohlen ab 14 Jahren              

Im Alter von 8 Jahren floh Sonita mit ihrer Familie vor den Taliban aus Afghanistan. Seitdem lebt die heute 18-Jährige mit ihrer Schwester und ihrer Nichte im Iran. Ihr großer Traum ist es, eine erfolgreiche Rapperin zu werden. Inspiriert von ihren Vorbildern Michael Jackson und Rihanna schreibt sie während ihrer Zeit in Teheran erste eigene Texte und tritt vor anderen Teenagern auf. Doch dann plant Sonitas Familie sie für 9.000 US-Dollar mit einem ihr unbekannten Mann in Afghanistan zu verheiraten. Was aus Sonitas Traum wird und wie sie mit der Entscheidung ihrer Familie umgeht, dokumentiert die iranische Filmemacherin Rokhsareh Ghaem Maghami, die sich während der Dreharbeiten gezwungen sieht, ihre eigene Rolle im Geschehen zu hinterfragen.

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#Widerstand

Doku | Deutschland | 2018 | 60 min | Regie: Britta Schoening | Deutsch | Empfohlen ab 14 Jahren

Drei junge Europärinnen, drei unterschiedliche Auffassungen von “Widerstand”: Helene, 18, lebt solidarisch zusammen mit 400 Geflüchteten im besetzten Hotel City Plaza in Athen und will ein Zeichen gegen die Grenzschließungen in Europa setzen. Ingrid, 24, ist Anhängerin der neurechten “Identitären Bewegung” in Wien, die gegen “Masseneinwanderung und Islamisierung” propagiert. Aïcha , 18, aus Berlin, ist Poetry Slammerin beim muslimischen Verein “i,Slam” und stellt sich in ihren Texten der Diskriminierung, die zu ihrem Alltag gehört.

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Video (3:42 min) Regisseurin Britta Schoening über ihren Film

Wiedersehen mit Brundibár

Dokumentarfilm| Deutschland/Tschechien | 2014 | 88 min | Regie: Douglas Wolfsperger | Deutsch | Empfohlen ab 14 Jahren                      

Was verbindet eine Oper mit dem Konzentrationslager Theresienstadt? Dieser Film gibt nicht nur die Antwort auf diese Frage, sondern er beschäftigt sich auch damit, wie schwierig es ist, Geschichte begreifbar zu machen. Wir alle haben im Geschichtsunterricht gelernt, dass während der Zeit des Nationalsozialismus Millionen von Menschen gefoltert und getötet wurden. Doch was bedeutete es tatsächlich für die betroffenen Menschen und wie gehen Überlebende heute damit um? In „Wiedersehen mit Brundibár“ treffen Mitglieder der Jugendtheatergruppe der Berliner Schaubühne auf Greta Klingsberg, die als Kind im KZ Theresienstadt interniert war und tauchen mit ihr zusammen in eine deutsche Vergangenheit ein, die durch die Anwesenheit der alten Dame plötzlich sehr weit in die Gegenwart rückt.

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Wie im falschen Film

Dokumentarfilm | Deutschland | 2014 | 45 min | Regie: Timian Hopf | Deutsch | Empfohlen ab 12 Jahren              

In dieser Dokumentation erzählen Ex-Profi Otto Addo, Europameisterin Anja Mittag, Alexander Dolderer und viele andere erfolgreiche Sportler*innen unter anderem vom homosexuellen Münchener Fußballteam, ihren Erfahrungen mit Diskriminierung und Rassismus auf dem Fußballfeld. Offen erzählen sie persönliche Geschichten, die oft mit Fair Play nichts zu tun haben. Gemeinsam zeigen sie nun jeder Form von Ausgrenzung die Rote Karte.

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Infos zum Film

  • Offizielle Website zum Film
  • Website Fußball gegen Nazis – Kicks und Klicks für Fairplay
  • Fan-Projekt Dresden
  • Handbuch vom Netzwerk Courage: Wie reagiere ich richtig, wenn ich Zeug*in eines rassistisch motivierten Übergriffs werde? (das Handbuch in Papierform kannst Du kostenlos von uns bekommen)